
Rechte & Pflichten für Patienten in der außerklinischen Intensivpflege
Ihre Rechte und Pflichten von Patienten und Angehörigen in der außerklinischen Intensivpflege (AKI). Weil viele von euch unterschiedliche, teils widersprüchliche Aussagen von Pflegediensten, Krankenkassen oder Einrichtungen hören, fassen wir heute die wichtigsten Punkte für euch übersichtlich zusammen.
Eure wichtigsten Rechte in der AKI kurz & klar
Wahl des Versorgungsortes
Ob Zuhause, Intensiv-WG oder spezialisierte Einrichtung:
Ihr entscheidet, sofern der Ort medizinisch sicher ist. Kostenargumente dürfen keine Rolle spielen.
Wahl des Versorgungsortes
Ihr seid frei in der Entscheidung: Kasse oder Klinik dürfen euch keinen Dienst „vorschreiben“.
Anspruch auf sichere, lückenlose Versorgung
Ein Pflegedienst darf die Versorgung nicht plötzlich abbrechen.
Es gelten feste Fristen und Übergabepflichten.
Einsicht in alle relevanten Unterlagen
MD-Gutachten, Pflegeberichte, Kassenentscheidungen
ihr habt ein Recht darauf, alles einzusehen.
Recht auf Widerspruch
Wenn Stunden gekürzt, Leistungen verweigert oder falsche Entscheidungen getroffen werden, könnt ihr immer Widerspruch einlegen.
Viele Bescheide werden danach korrigiert.
Schutz der Privatsphäre
Besonders in den eigenen vier Wänden habt ihr das Recht, den Ablauf des Alltags mitzubestimmen.
Tipp: Nie eine Entscheidung der Krankenkasse ungeprüft lassen. Wird etwas gekürzt, verweigert oder verändert, immer Widerspruch einlegen, wenn es nicht nachvollziehbar ist.
Viele Bescheide sind fehlerhaft und werden nach Widerspruch korrigiert.
Eure Pflichten in der AKI verständlich erklärt
Mitwirkung bei medizinisch wichtigen Maßnahmen
Dazu gehören Arzttermine, medizinische Kontrollen oder Weaning Einschätzungen.
Aber: Niemand muss Behandlungen akzeptieren, die medizinisch nicht sinnvoll sind.
Informationen an den Pflegedienst weitergeben
Änderungen im Gesundheitszustand sollten zeitnah kommuniziert werden das erhöht die Sicherheit.
Einhaltung des Pflegevertrags
Dazu zählen zumutbare Hygieneregeln, Medikamentenpläne oder organisatorische Absprachen.
Offenheit gegenüber der Pflegekasse
Nur bei relevanten Veränderungen alles andere bleibt Privatsache.
